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So wurde ich zur Prostituierten – Nadine (28) aus Hamburg berichtet

So wurde ich zur Prostituierten – Nadine (28) aus Hamburg berichtet

Zum Thema Prostitution gibt es viele Mythen, Legenden und Vorurteile. Da kam uns der lange Brief von Nadine aus Hamburg gerade recht. Sie ist Prostituierte und schildert uns in ihrem Brief, wie sie zur Prostitution gekommen ist. Ein schöner Einblick in ein sonst so verschwiegenes Berufsbild, das immer so ein bisschen im Ruf der Illegalität steht. Dass es auch anders sein kann, zeigt Nadines Geschichte. Und diese Geschichte möchten wir euch nicht vorenthalten. Nadine möchte anonym bleiben, weshalb wir ihren Namen geändert haben.

19 Jahre und noch sehr unerfahren

Ich war 19 Jahre alt, als ich meinen ersten festen Freund kennengelernt hatte, mit dem ich heute immer noch zusammen bin. Ich war damals sexuell noch sehr unerfahren. Dennoch hatten wir gerade in der Anfangszeit sehr viel Sex miteinander. Wir hatten halt einfach Lust aufeinander und haben es in vollen Zügen genossen.

Natürlich haben wir dabei auch einiges ausprobiert und herumexperimentiert, so wie es wohl jedes junge Pärchen macht. Erst natürlich die einfachen Dinge, die man bis dahin noch nicht gemacht hatte, aber so ganz nach und nach wurden unsere sexuellen Spielchen immer etwas ausgefallener, was uns beiden aber sehr gut gefallen hat.

Der Reiz beim Sex im Freien erwischt zu werden

Irgendwann hatten wir dann auch mal Sex im Freien. Wir hatten an einem Wochenende einen Waldspaziergang gemacht und sind dann mitten im Wald übereinander hergefallen. Die Gefahr, dass man uns dabei sehen könnte, hat bei uns für einen zusätzlichen Kick gesorgt, das merkten wir beide. Und so hatten wir dann öfter Sex im Freien. Und die Orte sind dabei immer öffentlicher geworden. Insgeheim hatten wir ja gehofft, dass wir dabei mal erwischt werden, bzw. uns mal einer dabei zusehen würde.

Und da wir beide merkten, dass uns das reizt, haben wir uns einfach mal beim Sex gefilmt. Zwar hatten wir anfangs gezögert, aber dann haben wir das Video doch ins Internet gestellt. Wir konnten sehen, wie viele Leute sich das Video angesehen hatten, und das machte uns beide ziemlich an.

Im Swingerclub vor anderen Sex haben

Wir sind danach dann mal in einen Swingerclub gegangen, um auszuprobieren, wie es wohl mit direkten Zuschauern ist. Und es war großartig. Es hat uns beide sehr angemacht. Nach unserer „Show“ wurden wir von mehreren Herren angesprochen, ob sie nicht mal mitmachen könnten. Da wir beide noch sehr angeregt waren, haben wir auch das einfach mal ausprobiert. Dazu haben uns dann zu viert in einen separaten Raum zurückgezogen. Und irgendwie hat es sowohl mich, als auch meinen Freund ziemlich heiß gemacht.

Wir waren danach dann öfter im Swingerclub. Auch Videos haben wir nun öfter gedreht und diese wieder ins Internet hochgeladen. Außerdem haben wir dann eine kleine Webseite erstellt, über die unsere Zuschauer Kontakt zu uns aufnehmen konnten. Die Mails unserer Zuschauer fanden wir beide sehr stimulierend. Außerdem haben wir auch darauf spekuliert, den ein oder anderen vielleicht auch mal real zu treffen. Und so kam es dann auch. Auch das haben wir beide ziemlich genossen.

Irgendwann hat mir jemand Geld für Sex angeboten

Irgendwann kam es dann, dass uns einer unserer Zuschauer Geld geboten hatte, um Sex mit mir zu haben. Mein Freund könnte ruhig zusehen oder dabei sein, das wäre kein Problem. Zunächst war ich etwas irritiert, schließlich ist Sex für Geld doch Prostitution, und damit wollte ich eigentlich nichts zu tun haben. Ich wollte keine Prostituierte sein. Zunächst verwarf ich das also, aber es geisterte mir in den nächsten Tagen immer wieder durch den Kopf. Und irgendwie machte es mich auch ein bisschen stolz, dass jemand bereit war für Sex mit mir zu bezahlen. Und er hatte ja auch nicht wenig geboten.

Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fragte ich mich, warum für mich Sex ohne Geld in Ordnung ist, Sex gegen Geld aber nicht? Das verwirrte mich ziemlich und für mich gab es da eigentlich keinen klaren Grund, weshalb das eine in Ordnung sein sollte und das andere nicht. Und da mein Freund und ich immer offen über alles reden, haben wir auch darüber gesprochen.

Nach ein paar Tagen kam ich dann für mich zu dem Schluss, dass ich es einfach mal ausprobieren wollte. Ein etwas komisches Gefühl hatte ich schon bei dem Gedanken, aber andererseits kann man Geld ja auch immer gebrauchen. Also schrieb ich den Herren mal an und nahm sein Angebot an.

Die Bezahlung machte keinen großen Unterschied für mich

Ehrlich gesagt hat es für mich keinen Unterschied gemacht. Der Sex war trotzdem sehr gut und sowohl ich, als auch mein Freund sind voll auf unsere Kosten gekommen. Es hat uns allen Dreien sehr viel Spaß gemacht und so war das Geld lediglich ein zusätzlicher Bonus. Und ich muss gestehen, dass es mich auch irgendwie angemacht hat, als mir unser Sexpartner dann hinterher das Geld in die Hand drückte. Das war noch einmal so ein zusätzlicher Kick.

Noch Tage später haben wir daran gedacht und darüber geredet, auch, dass mich die Bezahlung angemacht hatte. Und so haben auch das dann öfters mal gemacht. Es gab genügend Männer, die sich über unsere Webseite bei uns gemeldet haben und Sex mit mir haben wollten. Nur war es nicht für jeden in Ordnung, wenn mein Freund dabei war.

Für meinen Freund ist es in Ordnung, dass ich als Prostituierte arbeite

Für meinen Freund war es aber durchaus in Ordnung, dass ich mich auch alleine mit den Männern treffe. Allerdings musste ich ihm danach detailliert berichten, was ihm immer sichtlich Freude bereitet hat. Und so hatten wir meist danach dann auch nochmal Sex. Irgendwie machte es auch ihn an, dass ich als Hobbyhure anschaffen ging, wie wir beide das immer etwas überspitzt genannt hatten. Es hat uns beide angemacht.

Je öfter wir das gemacht haben, desto mehr Geld habe ich damit natürlich auch verdient. Und wenn einmal Sex schon so viel Geld einbringt, wie sieht es dann wohl aus, wenn man mal die ganze Nacht mit Freiern verbringt und als Prostituierte arbeitet? Um das mal auszuprobieren, habe ich mich mal in einem Club erkundigt, was da so ein Zimmer für eine Nacht kostet. Und das erschien mir erst ziemlich viel, ich habe es aber trotzdem einmal ausprobiert. Und nach dieser Nacht erschien es mir gar nicht mehr so viel, denn ich hatte in dieser Nacht wirklich gut verdient.

Bei dem vielen Geld kommt man schon ins Nachdenken

Und wenn man sieht, dass man in ein oder zwei Nächten genau so viel verdient, wie in einem regulären 40 Stunden Bürojob, dann kommt man schon etwas ins Nachdenken. Und so war es auch bei mir. Ich habe mich gefragt, warum ich damit nicht meine Brötchen verdiene, zumal ich in einem Bürojob als Großhandelskauffrau nicht gerade glücklich war.

Und so habe ich es noch ein paar Nächte mit dem Zimmer im Club versucht. Und es funktionierte. Also entschied ich mich irgendwann gemeinsam mit meinem Freund meinen Job an den Nagel zu hängen und ging von dort an halt nachts arbeiten. Und es machte mir Spaß. Ich musste auch nicht jede Nacht arbeiten, ich mietete mir alle zwei bis drei Tage ein Zimmer in einem Club und verdiente damit wesentlich mehr als in meinem Job zuvor.

Ich genoss was ich tat und hatte gerne Sex mit fremden Männern

Und darüber hinaus genoss ich, was ich tat. Ich hatte gerne Sex mit fremden Männern. Und wenn mir mal jemand nicht gefiel, dann ging ich halt nicht mit ihm aufs Zimmer. So einfach ist das.

Alles in allem macht mir mein Job immer noch viel Spaß und auch mein Freund hat kein Problem damit. Gelegentlich berichte ich ihm noch detailliert davon, was ihn auch heute noch anmacht. Danach haben wir dann immer richtig guten Sex. Und so kann ich sagen, dass der Job als Prostituierte genau das richtige für mich ist. Ich möchte jedenfalls nichts anderes mehr machen.

Anmerkung der Redaktion

Der Job als Prostituierte ist wirklich hart und nicht jede Prostituierte ist damit glücklich. Aber wenn es wie bei Nadine und ihrem Freund passt, dann ist das doch eine gute Sache, die niemandem weh tut.

Vielleicht hilft dieser Artikel den Beruf der Prostituierten mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und Vorurteile und Ressentiments abzubauen! Uns würde es sehr freuen…

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