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Dirty Talk – mit scharfen Worten mehr erreichen

Dirty Talk – mit scharfen Worten mehr erreichen

Fast die Hälfte aller Männer und Frauen tun es: Beim Sex mit schmutzigen Worten nachhelfen, dem Dirty Talk. Das gesprochene Wort darf auf keinen Fall unterschätzt werden bei seiner Wirkung auf die menschliche Lust.

So ist es kein Zufall, dass der Telefonsex boomt. Ein einfaches Stöhnen oder filigran-versaute Sätze am anderen Ende der Leitung, können sowohl Männer, als auch Frauen so richtig auf Touren bringen.

Wir tun uns schwer mit Dirty Talk

Viele Menschen tun sich allerdings schwer mit dem dreckigen Gerede. Sie wissen oft nicht genau, was sie im Bett sagen sollen. Sie kommen sich komisch dabei vor, oder haben Sorge, dass der Partner abgeschreckt wird. Oder, dass er sich eher kaputt lacht, als erregt zu werden.

Wie bei eigentlich allen Sexualpraktiken ist auch beim Dirty Talk eine gewisse Übung erforderlich. Was man am besten sagt, hängt natürlich auch von der Persönlichkeit des Partners ab, und davon, wie lange man sich schon kennt.

Der Grad der Deftigkeit hängt davon ab, wie gut man sich schon kennt?

Ist man erst seit kurzem zusammen, sollte man am Anfang vielleicht lieber etwas dezentere Formulierungen wählen. Bei einer längeren Partnerschaft kann man dann schon direkter werden. Vermeiden sollte man dabei aber einen plötzlichen Wechsel des Sprachstils. Dass ist der Partner nicht gewohnt und es kann ihn eventuell verstören und ihm die Lust nehmen.

Ein sinnliches Stöhnen und ein lang gezogenes „Ja“ sind zum Einstieg eigentlich nie verkehrt, aber man kann natürlich noch viel mehr von sich geben.

Welche Worte beim Dirty Talk?

Was genau für Worte ihr wählt, kann man nicht allgemein empfehlen. Das muss jedes Paar für sich selbst entdecken. Keine gute Idee ist es, aus Ratgebern oder Zeitschriften irgendwelche Sprüche zu zitieren. Das ist nicht einfallsreich und man läuft Gefahr, nur Standardsprüche abzugeben, die jeder kennt und daher niemanden scharf machen.

Auch die Fachbegriffe, wie z.B. die lateinischen oder griechischen Wörter für bestimmte Geschlechtsorgane wirken meist eher albern und gekünstelt.

Ihr solltet schon gerade heraus sagen, was euch an eurer Partnerin oder eurem Partner gefällt und was ihr gerne hättet. Signalwörter sind dabei immer gut geeignet, z.B. „Titten“, „geil“, „Arsch“ oder auch „von hinten“.

Auch Kosenamen für die Geschlechtsteile zu vergeben, ist meist ein gutes Mittel. Im Übrigen kann man auch erotische Literatur lesen und sich hieraus bestimmte Begriffe oder Sätze merken.

Beim Dirty Talk darf man kreativ sein

Ansonsten kann man in einer ruhigen Stunde auch mal seine Gedanken kreisen lassen und sich Wörter für bestimmte Dinge, Körperteile oder Situationen ausdenken, eventuell sogar aufschreiben. Diese kann man dann beim nächsten Liebesspiel nach und nach durchtesten (Bitte ohne Spickzettel! ;-) ).

An der Reaktion eurer Partnerin bzw. eures Partners merkt ihr schon, was funktioniert und was eher nicht. Meist gilt es, eine gute Balance zu finden. Nicht zu lasche Wörter nehmen, denn die bringen nichts. Aber auch nicht zu derbe werden. Das kann euren Schatz vielleicht verstören. Nach und nach kann man sich dann auch langsam immer weiter steigern.

Ganz wichtig ist noch, dass die Wortwahl auch zu euch passt. Nur dann klingt es authentisch und nicht übertrieben. Das ist ein ganz wichtiger Faktor beim Dirty Talk.

Dirty Talk nur beim Sex?

Dirty Talk kann man nicht nur direkt beim Sex einsetzen. Auch schon beim Vorspiel kann sich des schmutzigen Geredes bedienen und die Partnerin auf Touren bringen.

Aber auch bereits vor dem Vorspiel, kann man den Dirty Talk schon nutzen und auch in den Alltag integrieren. Sagt doch eurer Lieben einfach mal beim Einkaufen, dass sie einen „geilen Arsch“ hat. Oder das ihr sie „am liebsten an Ort und Stelle ficken“ würdet. Denn oft ist Dirty Talk in unerwarteten Situationen am wirkungsvollsten.

Direkt beim Sex könnt ihr den Dirty Talk auch gerne zur „Steuerung“ eurer Partnerin einsetzen. Hier könnt ihr zum Beispiel einen Stellungswechsel mit den Worten „Dreh dich um, du kleines Miststück…“ oder „Streck Deinen Arsch raus“ einleiten.

Insbesondere bei der etwas härteren Gangart, also bei Spielen, die mit Dominanz und Unterwerfung zu tun haben, in welchem Grad auch immer, gehört Dirty Talk eigentlich immer dazu. Und hier kann es natürlich auch gerne noch etwas deftiger werden.

Dirty Talk und das Kopfkino

Will man das Kopfkino starten, so bietet sich Dirty Talk natürlich ganz besonders an. Denn mit deftigen Worten und einer kleinen erzählten Geschichte kann man schon so einiges erreichen. Sind dann beide Partner im „selben Film“, dann kann man sich auch beidseitig vorantreiben.

Im Grunde genommen geht es aber beim Dirty Talk meistens genau darum. Nämlich bei beiden Partnern die versauten Fantasien zu synchronisieren. Gelingt einem das, dann hat man alles richtig gemacht. Und dann gelingt einem auch so richtig guter Sex. Natürlich klappt es nicht von heute auf morgen. Aber sind die ersten Gehversuche erst einmal gemacht, dann geht es schnell voran. Und der Lohn ist dann nicht nur richtig guter Sex, sondern auch ein ganz intimes Ding zwischen beiden Partnern, das jede Beziehung sexuell noch einmal auf eine andere Ebene hebt…

Fazit

Am besten, ihr probiert es einfach selbst aus. Beim Dirty Talk gilt das Motto: „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber Übung macht den Meister!“ hierfür wünschen wir euch viel Erfolg… Und vor allem viel Spaß! ;)

 

Update zu unserem Dirty Talk Artikel

Mittlerweile hat sich der Dirty Talk immer weiter durchgesetzt und auch die Zeiten haben sich ein wenig geändert, seit unser ursprünglicher Artikel erstmalig erschienen ist. Deftigerer Sex ist heute weit verbreiteter als noch vor zehn Jahren. Heute darf man, sofern gewünscht, die Partnerin auch gerne mal etwas fester anpacken (im gegenseitigen Einvernehmen). Zeit also, dass wir auch hier noch einmal ein kleines Update zum Thema Dirty Talk nachschieben.

Die Intensität des Dirty Talks auf die Partnerin abstimmen!

Beim Dirty Talk kann man heute meist viel freier agieren als noch vor einigen Jahren. Seine Partnerin ein „kleines geiles Miststück“ zu nennen ist heutzutage kein Problem mehr. Und gerne darf es auch noch etwas gesteigert werden. Wichtig ist dabei aber, dass die Intensität dabei auf die Partnerin bzw. den Partner abgestimmt wird. Ihr kennt eure Partnerin am besten, und daher sind wir uns sicher, dass ihr da die richtige Balance finden werden.

Auch hier gilt natürlich, probiert es aus. Steigert euch langsam und sie wird euch zu verstehen geben, ob ihr noch weiter gehen könnt. So findet ihr langsam immer enger zusammen. Und das nicht nur beim Sex, sondern auch in der Beziehung.

Wenn die Grenzen beider Partner unterschiedlich sind

Wenn ihr feststellen solltet, dass eurer beider Grenzen beim Dirty Talk voneinander abweichen, so habt ihr nicht grundsätzlich ein Problem. Denn wenn nur die Grenzan abweichen, sie zum Beispiel nur bestimmte Worte nicht hören möchte, dann heißt das nicht, dass sie grundsätzlich den Dirty Talk ablehnt. Versucht das Wort durch ein anderes zu ersetzen. Oftmals sind es nicht die Worte, die uns anmachen, sondern ihre Bedeutung. Versucht ein Synonym dafür zu finden. Schaut auch mal in unser Sex-Lexikon, vielleicht findet ihr dort andere Begriffe, die ihr alternativ verweden könnt.

Darüber hinaus könnt ihr den Dirty Talk auch gänzlich anders gestalten. Nehmt eure Partnerin oder euren Partner mit auf eine Reise in eure schmutzige Gedankenwelt. Erzählt ihr, was ihr gerade gerne mit ihr machen würdet. Oder was sie mit euch machen soll. Bezieht sie ein, fordert sie zu Handlungen auf. Gebt ihr oder ihm „Anweisungen“, gerne auch mit deftigeren Worten. Auch dies ist eine Variante des Dirty Talks, die es in sich hat. Ihr werdet sehen, probiert es einfach mal aus. ;)

 

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