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Pauli und die Welt: Was ist teurer, Freundin oder Puff?

Pauli und die Welt: Was ist teurer, Freundin oder Puff?

Ich hatte es ja schon angekündigt. Unser heutiges Thema untersucht die äußerst interessante Fragestellung, ob es nicht günstiger ist, in den Puff zu gehen, statt sich am Freitag Abend eine Freundin anzulachen. Auf den ersten Blick scheint das eigentlich eine klare Sache zu sein, denn die Freundin will keine Kohle auf dem Nachttisch, bevor man zu ihr ins Bett steigt.

Doch schaut man etwas genauer hin, stellt man schnell fest, dass lediglich der Nachttisch durch die Kaffeetasse im Küchenschrank ersetzt wird (oder wo immer ihr euer Haushaltsgeld unterbringt). Auch eine Freundin will unterhalten werden. Und das geht schon beim kennenlernen los:

Ihr seid mit euren Kumpels unterwegs und habt ne Menge Spaß. Doch früher oder später läuft euch dann besagte Dame über den Weg. Ihr schaut ihr nach und dann wisst ihr auch schon, dass sich entweder euer Schwanz oder aber euer Herz gerade verliebt hat. Und ab diesem Moment hat euer Konto eigentlich schon keine Chance mehr. Ihr geht an die Bar, holt euch zwei Drinks und wackelt dann zu der Puppe rüber.

Mit etwas Glück nimmt sie euren Drink und ihr könnt euch zu ihr setzen. Wenn ihr nicht ganz so glücklich seid, dann nimmt sie nur euren Drink und schickt euch weg. In ersterem Fall beginnt ihr nun das Beste aus euch herauszuholen, macht einen auf dicke Hose und spendiert ihr einen Drink nach dem Anderen. Und das scheint auch zu funktionieren, denn so langsam kommt ihr der Lady näher.

Doch bis sie euch mit nach Hause nimmt, liegt noch ein langer Weg vor euch. Der Abend ist noch jung und erst viele viele Drinks später geht es dann ab nach Hause. Unterwegs wird dann nochmal schnell am Imbiss halt gemacht, natürlich zahlt ihr, ihr seid ja ganz der Gentleman. Und das Taxi zu ihrer Tür zahlt ihr natürlich auch. Mit etwas Glück nimmt sie euch dann noch mit hoch. Die Pechvögel werden verabschiedet.

Oben angekommen gibt’s dann endlich was ihr eigentlich wollt: Ihr dürft ihr an die Wäsche. Und wenn ihr euch gut anstellt, dann könnt ihr auch noch bis zum Frühstück bleiben. Das Frühstück bezahlt natürlich wieder ihr.

Nun wird mehr aus dieser Nacht und ihr Verabredet euch für den Abend. Natürlich geht ihr schick essen, danach vielleicht noch ins Kino. Wer bezahlt brauche ich ja nicht zu sagen. Und nach dem Kino geht es natürlich noch weiter in die Disse. Auch hier seid ihr wieder der Zahlmeister. Und so kommt das eine zum Anderen und euer Kassenzettel wird immer länger.

Fazit: Nach 24 Stunden habt ihr bereits so viel auf der Uhr, dass ihr euch im besten Puff der Stadt das absolute Verwöhnprogramm gönnen könntet, und damit meine ich das Luxusprogramm mit den zwei geilen Stuten im Whirlpool!

Glaubt ihr nicht? Dann mal eine kurze Kalkulation: Also am ersten Abend Drinks, Cocktails zu 8,- Euro das Stück, das ganze sechs mal, plus eure Drinks, die ihr ja sonst nicht genommen hättet. Macht also 48,- mal zwei, somit 96,- Euro. Danach noch was im Imbiss futtern, also zwei mal 7,- Euro, denn Döner ist ja nicht. Sind wir also bei 110,- Euro. Dann das Taxi nach Hause, sagen wir mal 15,- Euro, wenn es günstig wird, womit wir dann bei 125,- Euro wären. Dann am nächsten Morgen noch schnell Frühstück holen.

Für ein paar Franz Brötchen und ein bißchen was Belegtes, sowie zwei Kaffee im Pappbecher noch mal nen Zehner, also insgesamt 135,- Euro. Abends schick essen gehen heißt natürlich auch nicht ab zu McDoof, sondern mal zum Italiener. Ist natürlich auch nicht gleich umme Ecke, also wieder die Taxifahrer subventionieren: 15,- Euro. Beim Italiener lassen wir dann nochmal rund 25,- Euro pro Person (Pizza Margarita könnt ihr vergessen!). Sind wir also alles in allem bei rund 200,- Euro.

Danach Kino, erst Eintritt, dann noch Popcorn und ne Cola für beide, zwischendurch vielleicht noch ein Eis. Also nochmal n Fuffy weg, denn hinkommen geht natürlich auch nur mit Chauffeur. Dann ab in die Disse, zweimal Eintritt und ein paar Drinks. Danach sind die 24 Stunden zum Glück rum und wir ziehen Bilanz: Rund 300,- Euro sind weg. Eine Stolze Summe für einmal Poppen. Und vermutlich hat sie ihn noch nicht mal in den Mund genommen.

Wenn ich mit 300,- Euro in meinen Stamm-Puff gehe, dann bin ich da für einen Abend König und alle Löcher sind im Angebot. Die Mädels lassen gleich das Wasser in den Whirlpool ein und ich kann mir die Farben der Bikinis aussuchen, sofern ich denn Bikinis möchte. Und wir reden den ganzen Abend nur über das, was ich möchte. 🙂

Jetzt wird sicher der ein oder andere sagen, dass es da ja noch so Sachen wie kuscheln und Zärtlichkeit und sowas gibt, und echte Gefühle und so… Jaja, die Welt ist rosarot und alles ist tutti. So ein quatsch, steh ich nicht drauf und brauche ich auch nicht. Ist doch eh alles nur Getue!

Aber selbst das kriegste im Puff auch, wenn du unbedingt willst und mit drei grünen Scheinen da angetapert kommst. So, und jetzt ist gut mit Kuscheln und so… Sind ja hier nicht im Kindergarten oder im Strickclub.

Als nächsten Einwand könnte man jetzt sicher anführen, dass die Spendierphase ja nur am Anfang so ausgeprägt ist. Dazu könnte ich dann sagen: Da kennste aber meine Ex nicht. Bei der gab es nur die Spendierphase und ich Idiot hab mich auch noch darauf eingelassen! Aber gut, dafür konnte sie auch ausgesprochen gut blasen und ihr Arsch war auch nicht von schlechten Eltern.

Aber mal ehrlich, die Extremität der Spendierphase nimmt im Laufe der Zeit zwar ab, aber dafür werden die Wünsche und Erwartungen der Frauen größer. Bei den Erwartungen ist es so, dass diese ständig steigen. Während sie zuerst noch für dich Kochen, erwarten sie irgendwann von dir, dass du die gesamte Hausarbeit machst und ihnen hinterher räumst, während sie auf der Couch sitzen und in die Glotze starren. Aber dazu werde ich noch einmal einen eigenen Beitrag schreiben.

Die Wünsche steigen natürlich auch ständig. Anfangs sind es Eintritt und Getränke, später dann ist es irgendwelcher Schmuck oder Parfüm, und wenn man dann den großen Fehler gemacht hat und sie bei einem hat einziehen lassen, dann sind natürlich zuerst mal neue Möbel aus dem schwedischen Einrichtungshaus fällig. Und natürlich muss das Auto dann auch standesgemäß sein, damit Mami und Papi ihr kleines Prinzesschen in guten Händen wähnen. Aber: habt ihr mal darüber nachgedacht, wieviele Jahre man für den Preis eines Mittelklassewagens in den Puff gehen kann? Oder gar für das Einfamilienhaus im Grünen… ?

Alles in allem kann man also abschließend sagen, dass Mann mit dem Puff besser fährt als mit einer festen Freundin. Und das ist nicht nur günstiger, es sagt einem dann auch keiner: ‚“Laß uns doch heute mal was vegetarisches kochen…“

Euer Pauli

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