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Gehackte Nacktfotos – wie Cybermobbing Frauen demütigt

Gehackte Nacktfotos – wie Cybermobbing Frauen demütigt

Im letzten Jahr sorgten gehackte Nacktfotos prominenter Frauen für Wirbel. Hacker hatten die Accounts des Apple-Dienstes iCloud von Stars wie Jennifer Lawrence und Kirsten Dunst geknackt und hierbei intime Fotos entwendet und im Internet gegen Bitcoins angeboten.

Nacktfotos sorgten für einen Skandal

Die Reaktionen folgten umgehend. Zahlreiche Vertreter aus Medien, Politik und Gesellschaft zeigten sich empört über die Veröffentlichung der gehackten Nacktfotos, die ohne die Zustimmung, ja sogar ohne das Wissen der betroffenen Frauen erfolgte.

Das FBI und andere Behörden in den USA leiteten Ermittlungen gegen die Hacker ein. Apple sah sich scharfer Kritik ausgesetzt, weil dem Unternehmen Sicherheitslücken seines Cloud-Dienstes bekannt waren, aber nicht rechtzeitig geschlossen wurden.

Nacktfotos auch von nicht-prominenten Frauen

Wer nun denkt, die Problematik entwendeter Nacktfotos würde nur oder zumindest hauptsächlich Hollywood-Stars oder andere prominente Frauen betreffen, wird nun durch das couragierte Auftreten einer jungen Dänin namens Emma Holten eines besseren belehrt.

Die heute 23-jährige Frau ist Studentin und nebenher als Journalistin aktiv. Sie erlebt seit 2011, was gehackte Nacktfotos anrichten können.

Bei Nacktfotos machen Hacker selbst vor Minderjährigen nicht Halt

Im Oktober 2011 wurde der Facebook- und der E-Mail-Account der jungen Dänin gehackt. Als Emma merkte, dass sie ihre E-Mails nicht mehr abrufen konnte, war es schon zu spät: Der Hacker hatte Nacktfotos von Emma im Internet veröffentlicht.

Unter den Bildern waren Nacktfotos, die Emma einst für ihren Freund machte und per E-Mail an ihn versendet hatte. Sogar Fotos, auf denen sie als 17-jährige in Unterwäsche zu sehen ist, hatte der Täter online gestellt.

Und selbst die Zugangsdaten ihres E-Mail-Postfachs stellte der Hacker online, so dass jeder User vollen Zugriff auf ihren Account hatte. Neben den Nacktfotos standen plötzlich auch zahlreiche Informationen aus ihrem Leben im Netz und wurden von unzähligen Internetnutzern diskutiert.

Emma weiß bis heute nicht, wer der Hacker ist, aber sie weiß, dass tausende Nutzer die Bilder online gesehen und auch kommentiert haben und weitere Informationen über sie hinzugefügt haben, darunter die Namen der Eltern und der Geschwister und wo sie bis dahin gearbeitet hatte.

Nacktfotos führen zu Cybermobbing

Die Folgen für die junge Frau waren verheerend: Sie bekam E-Mails mit Fragen wie: „Wissen deine Eltern, dass du eine Schlampe bist?“ oder „Schick mir mehr Nacktfotos oder ich schicke die, die ich von dir habe, deinem Boss!“

Die Absender der Nachrichten waren Jungen im Teenageralter, Universitätsstudenten und auch Familienväter. Nahezu alle von ihnen wussten, dass die Nacktfotos gegen den Willen der Frau gepostet wurden. Genau diese Demütigung der Frau scheint aber der Kick für diese Männer gewesen zu sein.

Als Emma den Betreiber einer Website, die mit den Nacktfotos Profit machte, anschreibt und um Entfernung der Bilder bittet, bekommt sie sinngemäß die Antwort, sie hätte halt nicht so eine „Nutte“ sein dürfen.

Viele Seitenbetreiber meinen, die Frauen sollen eben nicht solche Fotos von sich machen bzw. machen lassen und wenn, sollten sie die Nacktfotos halt nicht in irgendwelchen Clouds speichern.

Nacktfotos mit Nacktfotos bekämpfen

Man könnte hoffen, dass diese Bloßstellung für die betroffenen Frauen irgendwann einmal enden müsse, doch Nacktfotos und alles andere, was erst einmal im Internet öffentlich ist kann dort im Prinzip ewig verbleiben und gefunden werden. Das Internet vergisst nie, lautet nicht umsonst ein geflügeltes Wort. Auch Emma muss bis heute mit Beleidigungen und Belästigungen wegen der Nacktfotos fertig werden.

Sie hatte nun aber eine Idee sich zur Wehr zu setzen: Sie ließ von einer professionellen Fotografin freiwillig stilvolle Nacktfotos von sich machen und veröffentlichte diese. Zustimmung ist für sie der entscheidende Unterschied zu gehackten Nacktfotos. Gegen Nacktfotos mit Nacktfotos vorzugehen mag zunächst verwundern, aber Emma fühle sich besser damit, denn jetzt sei sie diejenige, die die Dinge bestimmt und die Geschichte sei wieder ihre Geschichte und nicht die irgendeines Hackers.

Nacktfotos bei uns nur auf freiwilliger Basis

Wir wünschen Emma sehr, dass sie weiterhin einen Weg findet, mit den Problemen, die sich aus den gehackten Nacktfotos ergeben haben, umzugehen.

Für alle, die es noch nicht wussten, haben wir noch eine Information: Nacktfotos gegen den Willen der betreffenden Person zu entwenden und zu veröffentlichen ist eine Straftat, die mit Geld- und sogar Gefängnisstrafen geahndet werden kann.

Neben dem Gesetzgeber haben im Übrigen auch wir eine klare Meinung zu diesem Thema: Gehackte und unfreiwillig veröffentlichte Nacktfotos gehen gar nicht! Nacktfotos, wie auch alles andere, was mit Sex und Erotik zu tun hat, soll Spaß machen und nicht die Persönlichkeitsrechte von Menschen verletzen.

Es gibt so viele Frauen, die freiwillig Nacktfotos von sich machen lassen. Wer könnte das besser bestätigen als wir, die wir hunderttausende freiwillig gemachter Nacktfotos im Bestand haben?

Daher gibt es bei uns ausschließlich Nacktfotos, bei denen die Modelle der Aufnahme und der Veröffentlichung der Nacktfotos ausdrücklich zugestimmt haben. Und diese Bilder machen trotzdem Spaß!

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